Tuberkulose
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Therapie: Moderne Antibiotika machen Tuberkulose heilbar
Tuberkulose ist heutzutage gut behandelbar. Jedoch muss sie dafür rechtzeitig erkannt und richtig therapiert werden. Bei geschlossener Tuberkulose werden die therapeutischen Maßnahmen ambulant durchgeführt, da keine Ansteckungsgefahr besteht. Die offene Tbc wird aufgrund der hohen Infektionsgefahr in der Regel stationär behandelt.
Die Behandlung von Tbc kann je nach Ausprägungsform mehrere Monate dauern. Eingesetzt werden spezielle Antibiotika (Tuberkulotika). Zu diesen gehören z. B. Isoniazid, Rifampicin, Pyrazinamid, Ethambutol bzw. Streptomycin. In den meisten Fällen wird die Therapie mit einer Kombination aus mehreren Präparaten über einen Zeitraum von sechs Monaten durchgeführt. Diese Kombinationstherapie ist einerseits eine Maßnahme zur Vorbeugung gegen Resistenzen. Andererseits haben die Medikamente unterschiedliche Wirkweisen und -gebiete, sodass das Mycobakterium tuberculosis in verschiedenen Entwicklungsstadien angegriffen und eine Vermehrung unterbunden wird. In den ersten beiden Monaten der medikamentösen Behandlung werden alle vier Präparate verabreicht. Anschließend kommen für den übrigen Zeitraum nur noch Isoniazid und Rifampicin zum Einsatz.
Haben sich bei den beteiligten Erregern bereits Resistenzen gegen die genannten Standard-Tuberkulotika entwickelt, stehen weitere Medikamente zur Auswahl. In komplizierten Fällen oder bei Resistenzbildung kann sich die Behandlungsdauer auf bis zu ca. 24 Monate verlängern.
Besonders wichtig bei der Therapie ist die konsequente Einhaltung der Anwendungsdauer und Dosierung der Antibiotika, um einen Rückfall oder die Entwicklung von resistenten Bakterienstämmen zu vermeiden. Da Tuberkuloseerreger ein sehr langsames Wachstum aufweisen, ist eine Einnahme von Antibiotika über einen langen Zeitraum nötig, um alle vorhandenen Erreger unschädlich zu machen.
Meist gehen die Beschwerden bereits zu Beginn der medikamentösen Therapie zurück. Dennoch sollten die verordneten Präparate nicht eigenmächtig abgesetzt werden, um einen Therapieerfolg nicht zu gefährden. (ah)
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